Schafzuchtverband St. Gallen

Aktuell


Delegiertenversammlung des St. Gallischen Schafzuchtverbandes vom 04. Februar 2018 in Gams SG

Die Delegiertenversammlung des St. Gallischen Schafzuchtverbandes, des Dachverbandes der Schafzüchter und der Schafhalter im Kanton und im Fürstentum Liechtenstein wurde dieses Jahr durch den Schafzuchtverein Gams GA organisiert. Präsident Martin Keller durfte 86 Gäste und Delegierte im proppenvollen Schäfli-Saal in Gams begrüssen, welche sich über aktuelle Themen rund ums Schaf und die Schafzucht informieren wollten.

Ein erstes Highlight war die launige Begrüssung durch den Präsidenten der Gamser Schäfer, Josef Haldner. Er steuert das Gamser Vereinsschiffchen seit vielen Jahren und hat in dieser Zeit zusammen mit seinen Vereinskameraden auf verschiedenen Alpen Schafe gesömmert, zahlreiche Schafschauen im Herbst organisiert, manchen Gamser Zuchterfolg miterlebt und sich dabei immer voller Herzblut und Engagement für die Schafzucht eingesetzt.

Finanziell hat der St. Gallische Schafzuchtverband kein einfaches Jahr hinter sich. Verbandsgeschäftsführer Mathias Rüesch durfte zwar einen kleinen Gewinn ausweisen – die Marktrechnung des 104. Ostschweizerischen Widder- und Zuchtschafmarktes in Sargans wies dafür einen Verlust von über CHF 2‘000.00 aus. Marktleiterin Barbara Abderhalden und Marktpräsident Roland Tschudi sprachen von der anspruchsvollen, ja beinahe unmöglichen Aufgabe mit den gegebenen Eckpfeilern ein positives Finanzergebnis zu erzielen. Besonders die hohen Fixkosten für die Miete der Markthalle in Sargans beeinflussen die Rechnung stark.

Erfreulicher fiel der Rückblick im Bereich der Vermarktung der Schlachtlämmer aus. Bernhard Hardegger aus Grabs, welcher im Auftrag des St. Gallischen Schafzuchtverbandes für die Organisation der Schlachtschafmärkte im Verbandsgebiet zuständig ist, berichtete von seinen Erfahrungen. Zusammen mit den Verantwortlichen der regionalen Marktplätze in Montlingen, Sargans und Wattwil ist er bestrebt, diese Vermarktungsplattform für den Produzenten und für den Händler noch attraktiver und interessanter zu machen. Auch die Preise welche die Produzenten mit ihren Tieren erwirtschaften durften, waren im vergangenen Jahr grossmehrheitlich zufriedenstellend.

An der Versammlung wurde deutlich, wie intensiv und produktiv die Ostschweizer Kantone zusammen arbeiten und wie gut sie untereinander vernetzt sind. Zusammen mit den Schafzuchtverbänden beider Appenzell, Glarus und Graubünden organisiert der St. Gallische Schafzuchtverband verschiedene Aktivitäten und Weiterbildungen. So bildeten sich die Ostschweizer Schafschauexperten im vergangenen Spätsommer im Kanton Appenzell Ausserrhoden weiter. Die Alpwanderung im Sommer 2017 wurde von den Glarner Schafzüchtern organisiert und führt am 23. Juli 2017 auf die Bischofalp am Elmer Höhenweg.

Präsident Martin Keller durfte auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den Schafhaltern – im Verbandsgebiet und schweizweit – erwähnen. Besonders im Zusammenhang mit den aktuell laufenden politischen Prozessen im Bereich der Moderhinkebekämpfung und der Einzeltierregistrierung beim Schaf hat die St. Galler Verbandsspitze zusammen mit weiteren führenden Exponenten der Schafbranche alles versucht, um praxistaugliche Lösungen zu erarbeiten. Der St. Gallische Schafzuchtverband hat sich diesbezüglich schweizweit zu einem allgemein anerkannten Partner entwickelt, der es versteht die Anliegen der Basis zu erkennen und sich nicht scheut, diese auch anzupacken.

Im Rahmen der ordentlichen Wahlen reichten die Vorstandsmitglieder René Marquart aus Flums und Roland Tschudi aus Uznach ihren Rücktritt ein. Der Rücktritt des Erstgenannten gab zu reden, ist er doch gleichzeitig Vorstandsmitglied im Schweizerischen Schafzuchtverband und in dieser Funktion Vertreter der kantonalen Schafzuchtorganisation der Kantone St. Gallen und Appenzell. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, liess sich auch seine Position im Rahmen der momentan herrschenden Unstimmigkeiten im Vorstand des Schweizerischen Schafzuchtverbandes nicht ergründen.

Im neu gewählten Vorstand des St. Gallischen Schafzuchtverbandes nehmen die bisherigen Mitglieder Martin Keller aus Buchs (Präsident), Mathias Rüesch aus St. Margrethen (Geschäftsführer) und Barbara Abderhalden aus Ebnat Kappel Einsitz. Neu gewählt wurden der bisherige Revisor Oskar Büsser aus Frümsen sowie Hans Pernet aus Haag, welcher das Amt des Schauobmanns übernimmt.

Als Revisor ist Beat Hämmerli aus Weesen von seinem Amt zurück getreten. Neu mit der Rechnungsprüfung betrauten die Delegierten Roland Dütschler aus Ebnat-Kappel und Peter Städler aus Lüchingen.

Ein Höhepunkt der diesjährigen Delegiertenversammlungen bildete die Ehrung von langjährigen Zuchtbuchführern welche für ihr grosses Engagement im Namen der Schafzucht die wohlverdiente Würdigung erhielten. Meist sind sie die Seele des örtlichen Schafzuchtvereines und sorgen mit ihrem Einsatz für dessen Wohlergehen und den züchterischen Fortschritt. Seit 15 Jahren ist Beat Rohner aus Gossau in dieser Funktion beim Schafzuchtverein St. Gallen SGA im Einsatz. Heinz Zweifel aus Schänis amtet seit stolzen 20 Jahren als Zuchtbuchführer beim Schafzuchtverein Linthgebiet LG.

Präsident Martin Keller durfte auch einen Schafschauexperten verabschieden und ehren, welcher sich von seiner Expertentätigkeit zurückzieht. Es ist dies Beat Baumann aus Haag. Er wurde mit einem kräftigen Applaus, einem kulinarischen Geschenk und einer Urkunde geehrt.

Mathias Rüesch, der Geschäftsführer durfte im Rahmen der Delegiertenversammlung das Projekt Schafe Schweiz vorstellen. Eine Handvoll engagierter Schäfler aus der Schweiz, unter ihnen Martin Keller und Mathias Rüesch, hat sich vor dem Hintergrund, dass die Schafhaltung in der Schweiz zur Zeit mit grossen und für die Branche wegweisenden Themen konfrontiert ist, zusammengetan. Das Ziel der Initianten ist es, die bestehenden Verbände, Schafzucht- und Schafhalterorganisationen, Interessengemeinschaften und deren Mitglieder zu stärken. An einer ersten Informationsveranstaltung in Lupfig AG stiess das Projekt auf sehr grossen Zuspruch. Mathias Rüesch gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Schweizer Schafbranche in Kürze über einen kompetenten und professionell ausgerichteten Ansprechpartner im Sinne einer Produzenten- oder Branchenorganisation verfügt. Ein Dachverband der die Anliegen der Branche mit geeinter Stimme vertreten kann, die notwendige Anerkennung der Bundesbehörden geniesst und es versteht mit ähnlich gelagerten Organisationen und Verbänden die gemeinsamen Interessen zu vertreten.

Das stimmige Ambiente am Tagungsort und die rührige Gastfreundschaft der Schäfler vom Schafzuchtverein Gams GA animierte die anwesenden Delegierten und Gäste auch noch lange nach Versammlungsschluss zu angeregten Diskussionen und lassen darauf hoffen, dass die St. Galler Schafzüchter und ihre Liechtensteiner Kollegen weiterhin mit zukunftsweisenden Ideen ihren Erfolg selber in die Hand nehmen.



Schlachtschafmärkte 2018 in den Kantonen Appenzell und St. Gallen

Sargans

Mittwoch, 11. April 2018
Mittwoch, 30. Mai 2018
Mittwoch, 03. Oktober 2018

Montlingen

Mittwoch, 03. Januar 2018
Mittwoch, 21. Februar 2018
Mittwoch, 21. März 2018
Mittwoch, 25. April 2018
Mittwoch, 06. Juni 2018
Mittwoch, 08. August 2018
Mittwoch, 03. Oktober 2018
Mittwoch, 14. November 2018

Wattwil

Mittwoch, 04. April 2018
Mittwoch, 15. August 2018
Mittwoch, 10. Oktober 2018

Teufen

Mittwoch, 24. Januar 2018
Mittwoch, 28. Februar 2018
Mittwoch, 11. April 2018
Mittwoch, 16. Mai 2018
Mittwoch, 27. Juni 2018
Mittwoch, 25. Juli 2018
Mittwoch, 29. August 2018
Mittwoch, 17. Oktober 2018
Mittwoch, 28. November 2018

Flums

Dienstag, 28. August 2018